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Die Unsterblichkeit der Lebewesen - Inhaltsverzeichnis   

 

 
4. Kapitel
Wie Unwissenheit den Aberglauben schuf, dass die Lebewesen "sterbliche" Wesen seien
Diese Entwicklung hat also die Lebewesen dahin geführt, in den eigenen Prozessen der Natur oder des Lebens nach Gerechtigkeit zu suchen. Aber hier sind die Fähigkeiten der Menschen noch sehr mangelhaft. Sie bekommen in Wirklichkeit in überwiegendem Grad die Auffassung, dass es in der Natur an sich keine Gerechtigkeit gibt. Hier ist alles scheinbar zufällig. Und da sie noch nicht die Fähigkeiten haben, die kosmische Struktur, die psychische und geistige Seite des Lebewesens zu durchschauen, und sich deshalb nach dem rein Physischen richten müssen, leben Millionen gleichgesinnter Menschen mit der Vorstellung, dass die Lebewesen "sterbliche" Wesen seien. Dies bedeutet wiederum, dass sie geboren werden, dass sie entstehen, um wieder zu vergehen. Und hier sind wir bei der allergrößten Frage der Menschheit. Solange der Mensch an diese Sterblichkeit glaubt, wird es ihm unmöglich sein, irgendeinen Sinn im Dasein und damit in seiner Lebensauffassung zu sehen. Wenn das Lebewesen ein sterbliches Wesen wäre, das wirklich nur einen begrenzten Zeitraum zu leben hätte, um danach vernichtet zu werden, wäre eine wirkliche Gerechtigkeit im Dasein, wie schon genannt, eine totale Unmöglichkeit. Alle Lebewesen auf Erden lebten dann in einer alles umfassenden schreienden Ungerechtigkeit. Sehen wir nicht gerade, wie schon bei der Geburt der Lebewesen geradezu ein brutaler Unterschied in ihren Lebensschicksalen besteht? Weshalb sollen einige Kinder elend und schwach geboren werden, ihr ganzes Leben lang krank sein, und andere Kinder mit kolossaler Lebenskraft und in guten Lebensumständen geboren werden? Weshalb sollen einige Kinder bei grausamen Eltern geboren werden, die lieblos und primitiv sind, während andere Kinder Eltern bekommen, die unermesslich liebevoll und pflichterfüllend gegenüber ihren Kindern sind? Weshalb sterben Millionen von Menschen an Hunger und Armut, während andere Menschen in kolossalem Reichtum und Überfluss leben? Wenn die Lebewesen nur ihr jetziges physisches Leben hätten, gäbe es keinerlei Gerechtigkeit im Dasein.


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