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9. Kapitel
Paulus' Erlebnis des kosmischen Erleuchtungsblitzes
Was das Erleben kosmischer Erleuchtungsblitze betrifft, können wir auch den Apostel Paulus nennen. In der Bibel wird das dadurch ausgedrückt, dass er auf dem Weg nach Damaskus in ein sehr starkes weißes Licht eingehüllt wurde, und er stürzte zu Boden und hörte eine Stimme, die sagte: "Saul, Saul, warum verfolgst du mich?" Er antwortete: "Wer bist du, Herr?" Dieser sagte: "Ich bin Jesus, den du verfolgst. Steh auf und geh in die Stadt; dort wird dir gesagt werden, was du tun sollst." Wir sehen hier, wie der kosmische Erleuchtungsblitz Saulus vollständig veränderte: nachdem er ein Verfolger des Christentums gewesen war, wurde er zu einem sehr großen Apostel des Christentums. Wir haben hier jedoch auch gesehen, dass diese Überschattung durch Gottes Geist kein besonders schönes und angenehmes Erlebnis war. Aber warum war es das nicht? Wenn diese göttliche Offenbarung solche Unannehmlichkeiten mit sich brachte, dass Saulus drei Tage lang blind war und weder aß noch trank, so geschah dies gerade deshalb, weil ihn der kosmische Erleuchtungsblitz zu einem Zeitpunkt traf, als er ein erbitterter Widersacher des Christentums war und aus Hass und Intoleranz handelte. Dass ein solches Gedankenklima schlecht ohne eine gewisse Form von Kurzschluss mit dem absoluten heiligen Geist zusammenarbeiten kann, versteht sich von selbst. Hätte Saulus seinen kosmischen Erleuchtungsblitz zu einem anderen Zeitpunkt bekommen, wenn er einen besseren Kontakt mit dieser für ihn ganz neuen Lehre gehabt hätte, wäre es auch ein ganz anderes Erlebnis gewesen, ja, es wäre ein Erlebnis von Seligkeit in Reinkultur gewesen. Wenn Saulus – oder Paulus, wie er später genannt wurde – das Erlebnis des kosmischen Erleuchtungsblitzes genau zu einem Zeitpunkt hatte, als er alles andere als christusfreundlich eingestellt war, so geschah dies ausschließlich, weil Christus in sein Schicksal eingriff. Paulus war zwar ein strenger Verfolger des Christentums oder dieser für ihn neuen Lehre, aber diese Verfolgung basierte ja ausschließlich auf einem Missverständnis. Er glaubte felsenfest daran, dass diese neue Lehre falsch war, dass sie eine Irreführung der Menschen war, die diese ins Verderben führen konnte. In seinem Inneren war er in Wirklichkeit ein Wahrheitsapostel. Er wusste nur nicht, dass die neue Lehre oder das Christentum wirkliche und große Äußerungen der absoluten Wahrheit beinhaltete. Deshalb griff Christus ein und korrigierte den Irrtum dieses wirklichen und treuen Apostels der Wahrheit. Und diese edle, wahrheitsliebende Seele wurde einer der großen Apostel des Christentums.


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