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| Die Unsterblichkeit der Lebewesen - Inhaltsverzeichnis |
16. Kapitel
Die Erlösung der Menschheit ist kein Waren- oder Geldproblem, sondern ein psychisches Problem
Ist es nicht völlig verkehrt, eine Staatsverwaltung aufrecht zu erhalten, in der die intellektuellen Menschen, die in vielen Beziehungen bereits Genies sind, wie eine Herde unvernünftiger Tiere herumgejagt werden, wie eine Schar Schafe oder Gänse, von einer Gruppe alles beherrschender Sklaventreiber, die sich durch ihre mentale Struktur und ihre Lebensweise als intellektuelle oder geistige Nichtsnutze enthüllen.
Wesen, die öffentlich in Wort oder Tat zeigen, dass sie "lieber einen Tag wie ein Löwe als hundert Tage wie ein Lamm" leben wollen, haben sich selbst unvermeidlich auf einer Ebene als mentale Taugenichtse oder Zurückgebliebene gezeigt, auf der man Humanität, Kultur, Frieden und Glück schafft.
Ist es nicht eine Tatsache, dass ein solches Wesen bei den wilden Skalp- oder Kopfjägern beheimatet ist?
Dass die intellektuelle Menschheit so tief gesunken ist, dass sie in gewissen Fällen solche Skalp- und Kopfjäger entweder als isolierte Diktatoren oder diktatorische Machtgruppen ihr Leben, ihre Seele und ihren Geist steuern und beherrschen lässt, muss unvermeidlich zu einer kulturzerstörenden Todesepoche führen wie die, unter der diese Menschheit heute in großen Gebieten leidet, seufzt und stöhnt. Sollte man nicht glauben, dass es an der Zeit ist, dass man beginnt, die Notwendigkeit eines Gedanken- und Seelenlebens kennenzulernen, beginnt, die mentale Struktur der Lebewesen kennenzulernen, dass man begreifen lernt, wie man denken soll, wie man seinen Willen steuern und lernen soll, was das Verhältnis zwischen uns selbst und anderen Lebewesen bedeutet? Soll die Todessphäre noch drastischer und schreiender werden? Haben wir nicht gesehen, wie es den ersten von Skalp- und Kopfjägern diktierten Ländern ergangen ist? Sollen die sonst so vernünftigen und in Demokratie fortgeschrittenen Länder den gleichen Weg gehen, sich in einen Ring von Geheimpolizei, Zensur und Freiheitsberaubung, Konzentrationslagern, Gaskammern und Sklavenarbeit einkapseln, zum Nutzen einer sadistischen Skalp- und Kopfjägermentalität? Ja, seufzen und stöhnen diese Länder nicht schon unter der ersten vorbereitenden Arbeit dieser Diktatur, deren ersten freiheitsberaubenden Nebeln. Was sind denn Restriktionen, Valuta- und Warenkontrolle, Zollmauern und Passiva usw.? Sie sind die Ursachen, die jetzt unter der Decke oder Maske der Notwendigkeit und Unschuld überall die Diktatur im Volksbewusstsein hervorbringen, ganz gleich welche Regierung man auch hat. Es sind die gleichen Restriktionen, die den Aberglauben fördern, dass die demokratische Regierungsform in Konkurs gegangen ist und dass nur die Diktatur vorzuziehen sei. Man meint also, dass nur ein "starker Mann" der Misere Einhalt gebieten kann, die Nation auf die Füße bringen und allen persönliche Freiheit und Wohlergehen geben kann. So ehrt man den "starken Mann". Und es beginnt – nicht die Befreiung der Menschen, sondern eine gewaltige Jagd auf alle Skalpe und Häupter, eine Jagd auf alle und jeden, die es wagen, eine andere Meinung oder andere Gedanken zu haben als die des Diktators. Dass der Weg nun unvermeidlich zu Konzentrationslagern, Folter, Sklaverei, Invalidität, Tod und Untergang für den Staat, das Volk und den Diktator führt, das ist nur das, was der Welt schon durch all die totalitären Staaten, die heute Ruinenhaufen und mentales Chaos sind, als Tatsache bekannt ist. Und ist es nicht gleichzeitig eine Tatsache, dass die Staaten, die heute in dem totalitären System am weitesten gekommen sind, noch weitreichendere und tiefgehendere persönliche freiheitsberaubende Bereiche haben als die Länder oder Staaten, die bis zu einem gewissen Grad von unbeschädigten und unverfälschten demokratischen Prinzipien geleitet werden, auch wenn diese Prinzipien ganz gewiss ins Rutschen oder in Verfall geraten sind. Dies bedeutet wiederum, dass es in Wirklichkeit überhaupt kein Nationalregierungssystem gibt, das die Welt retten kann. Die Erlösung der Welt ist nicht eine Frage von nationaler Machterweiterung. Sie ist nicht ein Waren- oder Geldproblem, sondern ein psychisches Problem. |
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