Lesen und suchen im Das Dritte Testament
| Die Unsterblichkeit der Lebewesen - Inhaltsverzeichnis |
2. KAPITEL
Weshalb die Kenntnis der geistigen Welt nicht vonseiten der Wissenschaft akzeptiert werden kann
Die große Frage ist dann in erster Linie: gibt es denn überhaupt solche Fakten?
Gibt es wirklich Erscheinungen, die nicht gemessen und gewogen werden können?
Gibt es Dinge, die über Zeit und Raum erhaben sind, Dinge, die wirklich existieren und nur auf eine ganz andere Weise aufgefasst werden können als in Form von Metern, Kilo oder Wellenlängen oder in Form von Stein, Wasser oder Luft?
Ja, es gibt solche Dinge.
Wie sollten wir sonst denken oder verstehen können?
Der menschliche Gedanke an sich ist doch weder Stein, noch Wasser noch Luft?
Man wird sicher die Möglichkeit bekommen, ihn in "Wellenlängen" zu messen, aber kann ein solches Maß eine Erklärung dafür sein, was ein Gedanke ist?
Und gibt es nicht innerhalb der psychischen Seite der Lebewesen so viele Fakten, dass diese sozusagen eine ganze Welt ausmachen, ja, eine Daseinsebene?
Es ist diese Daseinsebene oder diese psychische Seite der physischen Welt, die in den Religionen als die "geistige Welt" bezeichnet wird.
Jeder normale Mensch kennt dieses "Denken" und weiß auch, dass es etwas ist, was im Gehirn vor sich geht, aber wie dieser Prozess in Wirklichkeit ausgelöst wird und was der Gedanke ist, darüber weiß er unendlich wenig oder gar nichts. Die Existenz dieses Gedankens gibt es also Seite an Seite mit den drei anderen Materiezuständen: Stein, Wasser und Luft. Unter dem Prinzip "Stein" werden hier alle existierenden festen Stoffe verstanden. Unter das Prinzip "Wasser" werden alle flüssigen Stoffe gerechnet, wie wir unter das Prinzip "Luft" alle gasartigen oder gasförmigen Stoffe rechnen. Während die materielle oder physische Wissenschaft nun beginnt, sich in den Variationen der Materien innerhalb der genannten drei Prinzipien zuhause zu fühlen, ist sie in der Frage des durch die drei Prinzipien offenbarten vierten Prinzips, dem "Gedanken" oder der "Gedankenwelt", dabei herumzutappen und zu suchen. Da die materielle Wissenschaft nur Maß und Gewicht, Zeit- und Raumbegriffe, Volumen und Geschwindigkeiten als Fundament einer wirklichen "Wissenschaft" betrachten kann, kann sie mit dieser Einstellung die "Gedankenwelt" oder das vierte Prinzip der Materie nicht zu dem zählen, was sie als Wissenschaft auffasst. Ein Gedanke kann ja nicht gewogen und in Metern, Litern oder Kilogramm berechnet werden. Und auch, wenn es glücken würde, durch ein dazu geeignetes Messgerät eine Reaktion des Gedankens festzustellen, würde diese Feststellung nur ein Erleben der äußeren materiellen Wirkung des Gedankens werden, also ein neues Erleben von Vibrations- oder Geschwindigkeitsgraden. Aber die wirkliche Natur oder das innerste Wesen des Gedankens würde immer noch ein Rätsel, immer noch Mystik bleiben. Dass man den Gedanken als eine Art Vibration, Kraft oder Bewegung feststellen kann, entfernt ja nicht die Mystik oder kann unmöglich eine ausführliche Antwort auf die Frage über seine innerste Analyse sein. Dass der Gedanke eine elektrische Vibration oder Wellenlänge oder etwas Ähnliches ist, erklärt ja nicht, wie es zugeht, wenn er als Begehren, Wille, Freude oder Leid empfunden wird. Die Reaktionen dieser Phänomene als Vibrationsgrade oder Wellenlängen im Gehirn festzustellen, ist nur ein Erleben von neuen Zahlenfaziten. Dieses Erleben kann damit nur eine weitere Vergrößerung des übrigen Ozeans von Zahlen, Maßen und Gewichtsfaziten der materiellen Wissenschaft bewirken. |
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