Lesen und suchen im Das Dritte Testament
| Das Schicksalsspiel des Lebens - Inhaltsverzeichnis |
7. KAPITEL
Weshalb die Menschen die christlichen Ideale nicht erfüllen können
Wenn die Menschen also, wie schon beschrieben, ein angeborenes Vernehmen der Existenz einer Gottheit hatten und darüber hinaus durch Christus mit einer sehr hohen Weisheit oder hohem Wissen bereichert worden waren, das ihnen einen glänzenden Einblick in die Wesensart dieser Gottheit und in das eigene Verhältnis zu dieser und in die Abhängigkeit der Menschen von dieser Gottheit gab, weshalb wurde ihr Leben dann zu einem gottlosen Stadium oder einer Epoche der Finsternis, die eine Domäne kulminierender Kriege wurde, eine Todes- und Zerstörungsmanifestation, die alles übertrifft, was früher Heidentum genannt wurde?
Dass sich die Menschen auf diese Weise in Zuständen von Großkriegen, Zerstörungen, Mord und Totschlag und den daraus folgenden Leiden und Sorgen hineingearbeitet haben, beruht absolut nicht auf den christlichen Idealen. Diese befahlen ja geradezu, dass man Gott über alles und seinen Nächsten wie sich selbst lieben sollte. Außerdem war hinzugefügt worden, dass man seinem Nächsten verzeihen sollte, nicht nur siebenmal täglich, sondern siebzig mal siebenmal täglich, wie es auch demgemäß hieß, dass man sein Schwert in die Scheide stecken sollte, denn der, der zum Schwert greift, soll selbst durch das Schwert umkommen. Und hier heißt es auch, dass niemand größere Liebe hat als der, der sein Leben für andere hingibt. Es war ja gerade diese Liebe, die Christus am Kreuz offenbarte. Er ließ sich auf einem niedrigen und primitiven Planeten inkarnieren, um dessen Menschen mit den höchsten göttlichen Liebesidealen zu infizieren, obwohl er wusste, dass ihm dies einen sehr schmerzhaften und qualvollen Tod verursachen konnte. Hätten die Menschen diese Ideale nur erfüllt, wären sie wahrhaft christlich geworden, dann wäre ihr physisches Leben ein wahres Himmelreich auf Erden geworden. Aber weshalb wurde es nicht so? Nein, es konnte nicht so werden, weil die Menschen nicht nur dadurch von Primitivität zu Hochintellektualität verwandelt werden können, dass sie die höchsten Ideale der Welt vorgeschrieben bekommen. Diese Ideale können absolut nur eine Ergänzung zu einem ganz anderen Unterrichtsprozess sein, nämlich dem, Erfahrungen zu machen. Hat man diese nicht bis zu einem gewissen Grad erlebt, kann man diese hohen Ideale absolut nicht verstehen. Und was man nicht versteht, kann man nicht ernst nehmen oder akzeptieren. Die Menschen hatten absolut nicht in einem solchen Grad die Erlebnisse von Erfahrungen durchgemacht, dass sie die Christusideale verstehen konnten. Im gleichen Ausmaß, in dem sie diese Ideale nicht verstehen konnten, konnten sie diese auch nicht in ihrer Verhaltensweise erfüllen, sondern sie mussten weiterhin "Heiden" bleiben, d.h. damit fortfahren, primitiv zu sein und deshalb in inhumanen Situationen zu leben. |
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