Lesen und suchen im Das Dritte Testament
| Das Schicksalsspiel des Lebens - Inhaltsverzeichnis |
8. KAPITEL
Weshalb die Menschen gottlos geworden sind
Und so finden wir also heute die meisten Menschen vor.
Es ist richtig, dass die Christusideale einen gewissen Einfluss auf die Zivilisation gehabt haben.
Alle humanen Maßnahmen und gemeinsamen Gesellschaftswerte, Kirchengebäude, Religionsunterricht, Fürsorge, Hilfe für Kranke und Arme sowie die Altersfürsorge, Krankenhaus- und Gerichtswesen, das Rote Kreuz und Friedensbewegungen, Antimilitarismus und Wehrdienstverweigerung usw. haben ihre Wurzeln im beginnenden Humanismus, der sich hin zur totalen Nächstenliebe entwickeln wird, von der Christus erfüllt war und die er als die Erfüllung aller Gesetze bezeichnete.
Aber nur in einem sehr begrenzten Gebiet beginnen die Menschen der Erde, diese Ideale zu praktizieren. Der Großteil der Menschen, jedenfalls innerhalb der christlichen Länder, ist völlig von den religiösen Idealen abgekommen. Sie sind beinahe gottlos geworden. Sie haben die Fähigkeit verloren zu glauben. Der religiöse Instinkt, der früher den Glauben der Wesen an eine Gottheit förderte, ist degeneriert, da die Wesen nach und nach ihre Intelligenz entwickelt haben. Mit dieser Fähigkeit begannen die Menschen, in der Materie forschen und sich Wissen aneignen zu können. Dieses Wissen konnte jedoch nicht die Fähigkeit des Instinkts, die Menschen im Glauben an eine Vorsehung gebunden zu halten, ersetzen. Deshalb wurde der materielle Forscher immer mehr an die Materie gebunden, nachdem seine Instinktfähigkeit allmählich immer schwächer wurde und ihn nicht mehr im Glauben an oder im Vernehmen der Existenz einer Gottheit binden konnte. Er wurde gottlos. Er glaubte nur an die Tatsachen oder Fazite, die er sich beim Erforschen der Materie aneignen konnte. Er meinte, die Lösung des Lebensmysteriums in den Analysen der Materie finden zu können. Aber die Materie ist nicht die Gottheit selbst, wie sie auch nicht das "Lebende" in den Lebewesen ausmacht. Deshalb kann der materielle Forscher unmöglich die Ergebnisse des Lebens oder des "Lebenden" in der Materie finden. |
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