Lesen und suchen im Das Dritte Testament
| Das Schicksalsspiel des Lebens - Inhaltsverzeichnis |
9. KAPITEL
Das Verhältnis des primitiven und des materialistischen Menschen zu Gott
Die Ergebnisse des "Lebenden" gibt es natürlich nur in den Analysen des "Lebenden".
Aber das "Lebende" oder die Ergebnisse des Lebens an sich können unmöglich mit der Intelligenz gefunden oder realistisch erlebt werden.
Dies ist der Intuitionsfähigkeit vorbehalten, ganz abgesehen von der Ahnung oder dem Vernehmen einer Gottheit oder einem höheren Wesenszustand, die die kulminierende Instinktfähigkeit in der Psyche der primitiven Wesen aufrechterhält.
Wenn die Wesen also gottlos geworden sind, dann deshalb, weil ein beginnendes mentales Gefühl in Verbindung mit der Intelligenz sie immer mehr zum Handgreiflichen hinzieht, während die Instinktfähigkeit mehr eine Fähigkeit war, die sie das Abstrakte ahnen oder vernehmen ließ.
Und mit dieser Verwandlung der Fähigkeiten wurden die Wesen also auf das Handgreifliche, d.h. das Physische oder Materielle, eingestellt.
In diesem Zustand kamen die Wesen so weit wie überhaupt möglich fort davon, das Abstrakte vernehmen zu können, und damit fort vom Vernehmen der Existenz einer Gottheit und einer höheren Daseinsform.
Wir sind hier also Zeugen dessen, dass der primitive Mensch gottesbewusster ist als der hier beschriebene intellektuelle Mensch. Der primitive Mensch kann aufgrund seines kulminierenden Instinkts die Existenz der Gottheit ahnen, während der intellektuelle Mensch sozusagen die Fähigkeit zu fühlen und somit zu glauben, dass da ein Gott und höhere Wesenszustände als die irdischen existieren, völlig verloren hat. Sein Bewusstsein klammert sich an die Materie und deren Analysen. |
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