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Die Unsterblichkeit der Lebewesen - Inhaltsverzeichnis   

 

 
3. Kapitel
Der fertige Mensch als Abbild Gottes und dessen Weltkultur oder Reich auf Erden
Nun wird man vielleicht mit Einwendungen kommen und bemerken, dass man auf diese Weise natürlich nie fertig wird. Jedes Ding kann ja weiterhin ins Unendliche verbessert werden. Das ist aber nicht richtig. Jede vollkommene Schöpfung ist eine abgeschlossene Einheit. Sie hat nur den einen Zweck, das Objekt der Schöpfung in sein fertiges Stadium zu bringen, damit es den Zweck erfüllt, zu dem die Schöpfung in Gang gesetzt worden ist. Wenn dieses Ziel erreicht ist, ist die Schöpfung in dem betreffenden Bereich überflüssig. Dies gilt sowohl in der Natur als auch im Schöpfungsfeld des Menschen. Die Bäume wachsen nicht in den Himmel, und der Apfel entwickelt sich nicht weiter als bis zum vollreifen Stadium. In den Schöpfungsverläufen ist das fertige Stadium auch das Ziel oder Endergebnis. Wenn es nicht so wäre, würde überhaupt gar nichts, auch keine Häuser, Autos, Bekleidung, Schuhwerk usw. fertig werden und den Menschen zugutekommen. Aber was die Mentalität des Lebewesens betrifft, so ist diese Schöpfung auch nicht unendlich, sondern nur dafür gedacht, dass sie einen Zweck erfüllen soll. Dieser Zweck ist in den göttlichen Worten ausgedrückt: "Lasset uns einen Menschen machen als unser Abbild, uns gleichend". Die Mentalität und Verhaltensweise des Lebewesens soll sich also dahin entwickeln, dass sie völlig vollkommen werden. Wenn dieses Ziel erreicht ist, kann da nichts mehr auf diesem Gebiet erreicht werden. Was ist vollkommener als die totale Vollkommenheit? Und was ist Vollkommenheit in Bezug auf das Lebewesen? Das ist, im Gedanken, Sinne und Verhalten so zu sein, dass man in absolut keiner Situation existiert, ohne zu wahrer Freude und wahrem Nutzen für alles Lebende zu sein und wie die Sonne auf Ungerechte wie auch Gerechte zu scheinen und sie zu wärmen. Dann liebt man seinen Nächsten wie sich selbst und repräsentiert die Verhaltensweise, die "die Erfüllung aller Gesetze" ist. Größer kann eine Liebe und die hierauf beruhende Verhaltensweise nicht sein. Im gleichen Umfang, in dem die Menschen diese Vollkommenheit erreichen, erleben sie den Frieden und das Wohlgefallen des Weihnachtsevangeliums in ihrem täglichen physischen Leben. Da ist das Himmelreich nicht nur etwas, was sich im Wesen befindet, sondern da strahlt und funkelt es auch aus dem Wesen heraus und verbindet alle Herzen und Gehirne in der unermesslichen Strahlenflut der Liebe. Und Gott wandert wieder mit Adam im Garten des Paradieses. Wir sind hier bei der Erfüllung von Gottes Verheißung der Zukunft des Menschen. "Der Samen der Frau hat den Kopf der Schlange zertreten" (Die menschliche Verhaltensweise hat die tierische Verhaltensweise im Menschen zertreten) "Kain" hat sein böses Wesen abgelegt. Er tut das Böse nicht mehr. "Die Sünde lauert nicht mehr an der Tür." "Er kann aufblicken." (Der Mensch ist kein Mörder mehr und wird deshalb nun nicht mehr von Gewissensqualen und unglücklichen Schicksalen zur Erde niedergedrückt.) Und Gottes Wort an Abraham geht in Erfüllung. "In Abraham sind alle Geschlechter der Erde gesegnet." Das Christuskind in der Mentalität des Erdenmenschen ist erwachsen geworden. "Der Mensch als Abbild Gottes" beherrscht die irdischen Gebiete, Kontinente und Meere. Die Strahlenflut von Gottes Angesicht funkelt in jeder Tätigkeit, in allen Augen, wärmt bei jedem Händedruck. Alles ist eine Liebkosung. "Der verlorene Sohn" ist zurückgekommen zu seinem Vater. Gottes Schöpfungswerk ist vollbracht. Der Mensch ist eins geworden mit Gott. Über den Spuren früherer Kriegsgebiete, den Walstätten der Todesszenerien, über Heulen und Zähneklappern, Schreien und Qualen funkelt eine neue Welt. Die Weisheit und Liebe hat die Völker und Staaten aller Welt vereint zu einem Volk und einem Staat, zu "einem Hirten" und "einer Herde". Wir sind in der Domäne des Friedens. Gottes Reich ist zu einer alles überwindenden Kraft in Fleisch und Blut, in Manifestation und Schöpfung, in Kultur und Verhaltensweise geworden.


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