Lesen und suchen im Das Dritte Testament
| Die Unsterblichkeit der Lebewesen - Inhaltsverzeichnis |
4. Kapitel
Die unfertige Seite Nr. 1 der jetzigen modernen Kultur. Das tödliche Verhalten des Menschen gegenüber den Tieren
Mit dem oben beschriebenen göttlichen Panorama von Gottes fertig erschaffenen Menschen und dessen Weltkultur als Hintergrund ist es nicht schwer zu sehen, wie unfertig der jetzige moderne Mensch und seine so hoch gepriesene Kultur in Wirklichkeit sind.
Und der Zukunftsmensch wird uns heutige Menschen nach eben diesem Panorama des täglichen Lebens und Verhaltens beurteilen – nicht als Ausdruck von wahrer Kultur, sondern als Ausdruck eines unfertigen und barbarischen, ja geradezu schauderhaften Verhaltens.
Da aber die Zukunftsmenschen, von denen hier die Rede ist, eingeweihte Wesen sind, und deshalb wissen, weshalb die Menschen von heute so sind, werden sie verständnisvolle und milde Richter sein.
In einer Welt, in der man Jahrtausende lang nie eine intolerante oder feindliche und tödliche Absicht gegen seinen Nächsten verwirklicht hat und keinerlei Krankheit oder andere Formen von unglücklichen Schicksalen kennt, weil man sich längst eine Verhaltensweise angeeignet hat, die das Wesen gegen diese Erscheinungen immun macht, wird man mit Erstaunen über die barbarische Kulturepoche der heutigen Menschen lesen, die für die dann lebenden Wesen zu einer seit langem verschwundenen Vergangenheit gehört. Und für die, die diese Vergangenheit studieren, wird es genug geben, worüber sie entsetzt sein werden. Insbesondere wird man dann mit Schrecken über die riesigen Gebiete der Mentalität stutzen, die die Menschen von heute mit den Tieren gemeinsam hatten. Sie mordeten und enthäuteten diese Wesen, um sie wie die Raubtiere zu essen. Die Mordfähigkeit dieser Wesen hatte man in seinem eigenen Wesen seit langem übertrumpft mit erfundenen künstlichen Mordwaffen: mit Gewehren, Pistolen und Schlachtermessern etc. Ja, man hatte ganze Mordfabriken (Schlachthäuser), wo man sozusagen am laufenden Band in der Stunde soundso viele Tiere töten, enthäuten und zerlegen konnte. Aber nicht genug damit. Man züchtete sogar die Tiere, vermehrte sie, um Nahrung genug zur Sättigung des noch hervortretenden Fleischhungers und der hiermit noch verbundenen tierischen Tendenzen im werdenden Menschen zu bekommen. Man begnügte sich nicht damit, die Tiere ihres freien Lebens in der Natur dadurch zu berauben, dass man sie jagte und tötete, nur um seinen Fleischhunger zufriedenzustellen. Nein, man begann auch, gewisse Tiere zu züchten und sie zu vermehren, nur um ihre Haut und ihren Pelz zu bekommen. Man züchtete diese unglücklichen Tiere in kleinen und engen Räumen, in denen sie gefangen saßen, bis sie dann in einem bestimmten Alter gehäutet wurden und ihre Haut zur Weiterverarbeitung zu "modernen" Mänteln und Pelzgegenständen verkauft wurde. Man bedenke, dass dieses Mordsystem von Wesen in Gang gesetzt wurde, die so hoch erhaben über dem Dasein der Tiere waren, dass dieses erniedrigende System überhaupt keine Lebensbedingung für sie war, weder in Bezug auf die Ernährung noch auf die Bekleidung. Der werdende Mensch als Abbild Gottes erhielt hier für die Tiere eine Hölle aufrecht, die für die Aufrechterhaltung ihrer eigenen Existenz völlig unnötig war. Der Mensch brauchte nicht einmal von Fleisch zu leben, das war sowieso geradezu eine schädliche Nahrung für dieses verfeinerte Wesen. Aber es konnte diesen Menschen nicht vorgeworfen werden, dass sie so waren. Sie lebten in dem sehr stark versteinerten Aberglauben, dass es notwendig war, Fleisch oder animalische Nahrung zu essen, um zu leben. Und deshalb hielten sie ihre Festmahlzeiten als Orgien im Verzehren von Organismen anderer Lebewesen im guten Glauben ab. Man sieht also hier vom Kulturstadium des richtigen oder fertigen Menschen aus eine Primitivität und einen Aberglauben bei dem heute hervortretenden modernen Kulturmenschen, die überhaupt nicht dahinter zurückstehen, wie der heutige Kulturmensch auf die Steinzeitmenschen oder andere Vorzeitmenschen zurückblickt. |
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