Lesen und suchen im Das Dritte Testament
| Das Schicksal der Menschheit - Inhaltsverzeichnis |
9. Kapitel
Die physische Welt und die geistige Welt
Da eine jede Art von Erleben identisch mit der Reaktion einer Wechselwirkung zwischen zwei Arten von Energie ist, nämlich die eigene Energie des betreffenden Wesens und die Energie seiner Umwelt, und da Energie in absolutem Verstand wieder dasselbe ist wie Stoff oder Materie, gründen sich alle existierenden Erlebnisse in Wirklichkeit auf Materie und sind deshalb materiell.
Wenn es nicht gebräuchlich ist, dieses so aufzufassen, so rührt das von dem Umstand her, daß die Materie verschiedene Dichtigkeitsgrade und verschiedene Eigenschaften hat.
Da die Sinne der Erdenmenschen hauptsächlich so eingerichtet sind, daß sie nur auf Wechselwirkungen zwischen den dichtesten Graden reagieren, werden die übrigen und verdünnteren Grade der Energie gleichsam mehr und mehr luftförmig, um zuletzt ganz unsichtbar zu werden, je nachdem, wie sie außerhalb des Sinnesgebietes der Erdenmenschen gelangen.
Aber das verändert ja nichts an der Tatsache, daß diese Grade der Energie trotzdem existieren.
Und im täglichen Leben unterscheidet man daher auch zwischen der sichtbaren und der unsichtbaren Energie.
Die verdichteten Energien nennt man "physische Materie" und die luftförmigen Energien nennt man "Geist". Ebenso wird das Gebiet der erstgenannten Energie mit dem Ausdruck "die physische Welt" bezeichnet und das Gebiet der letztgenannten Energie mit dem Ausdruck "die geistige Welt". Diese letztere Welt ist also auch materiell, wenn sie auch aus verfeinerten Energien oder Materien besteht. Die gesamten Stoffe der Welt oder die gesamte Weltenergie tritt nach der okkulten Auffassung in sieben verschiedenen Grundarten auf, von denen sechs direkt auf die entsprechenden Sinne der Lebewesen einwirken, jede mit ihrer besonderen Eigenschaft. Was versteht man unter Sinnen? Sinne sind die Realitäten, durch die die Wechselwirkung zwischen der Energie des Lebewesens und der Energie seiner Umwelt zur Auslösung kommen kann. Und die Reaktion dieser Wechselwirkung ist für das betreffende Wesen "das Erleben des Lebens". Welche Art von Reaktionen und damit welche Art von Erlebnissen das betreffende Wesen hat, ist also abhängig davon, aus welcher Art von Grundenergie seine Sinne bestehen. In bezug auf die sechs Grundarten von Energie gibt es entsprechende sechs verschiedene Arten von Wechselwirkungen zwischen der eigenen Energie des Lebewesens und der Energie seiner Umwelt, was natürlich sechs verschiedene Generalformen des Erlebens des Lebens zur Folge haben muß. Diese sechs Generalformen erlebt das Individuum nicht gleichzeitig, sondern nur eine auf einmal. Das Lebewesen hat also eine Periode, in der sein Erleben des Lebens von den Reaktionen der ersten Grundenergie befördert wird. Wenn diese Beförderung kulminiert hat, wird sein Erleben des Lebens durch die Reaktionen der nächsten Grundenergie befördert und auf diese Weise fortsetzend bis zur sechsten Grundenergie. Dann wird sein Erleben des Lebens wieder von der ersten Grundenergie befördert, aber in einer höheren und vollkommeneren Form als vorher, so daß das Individuum beständig das Gefühl hat, sich hin zu höheren und höheren Daseinsformen zu bewegen. Diese Bewegung nennen wir "Entwicklung". |
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