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| Zur Geburt meiner Mission - Inhaltsverzeichnis |
18. KAPITEL
Die Wirkungen der goldenen Feuertaufe
Um eine so alles überwältigende Konzentration von Gottes eigenem höchsten Wesen zu tragen, ist ein irdischer, animalischer Organismus noch nicht geeignet, und ich musste daher schnell das göttliche Schauen abbrechen.
Aber obwohl das überirdische Erlebnis aufhören musste, kam ich doch niemals mehr ganz in die physische Welt zurück.
Mit meinem Wesen war eine Verwandlung geschehen.
Ich war in einer neuen Welt geboren worden, in einem neuen Körper bewusst geworden.
Und von diesem Augenblick an war die Welt, die jenseits aller physischen Erscheinungen liegt, meinem Tagesbewusstsein permanent einverleibt.
Das goldene Licht hatte mich in einem Zustand bewusster Unsterblichkeit zurückgelassen, mit der Fähigkeit zu sehen, dass nur das Leben existiert, dass Finsternis und Leid nur getarnte Liebe sind und dass das Wesen Gottes in Allem und Allen anwesend ist.
In meinem eigenen Wesen jedoch war die Flamme der Liebe um ein Vielfaches verstärkt. Ich sah, dass alle Materie lebendig ist, dass sie Gottes Manifestation, sein wahres Fleisch und Blut ist. Ich liebkoste die "tote" ebenso wie die lebende Materie, liebkoste die mineralischen ebenso wie die animalischen Stoffe. Ich liebte die Steine ebenso wie die lebenden Wesen, weil sie alle zusammen den Leib Gottes ausmachten. Und Gottes Leib liebkoste mich. Es war, als ob das goldene Licht, das Erlebnis des Heiligen Geistes, das eigene Bewusstsein des Vaters, das Fühlen seiner persönlichen Gegenwart als bewusstes Ich in meiner Nähe alles in einem allesdurchdringenden Liebesglanz hinterlassen hätte. Ich fühlte, dass alles Sympathie ausstrahlte, dass alles Gottes Wesen ausstrahlte, sowohl in mir selbst als auch außerhalb von mir. Ich wurde von diesem Vater geliebt. Und mit einer unerschütterlichen Gegenliebe zu diesem Wesen trat ich wieder in die physische Welt ein. Die Leiden, Sorgen und Nöte des Tierreichs und der Erdenmenschen wurden wieder sichtbar, die Schattenzone des Daseins war wieder vorherrschend. Aber über den tiefen Schatten des dunklen Reiches funkelte und strahlte in meinem Innern immer noch das goldene Licht. In meinem Gehirn und Rückenmark existierte weiterhin die Wärme seines überirdischen Scheins. Von meinen Händen und Lippen ist es bereits ausgegangen und wird es zukünftig ausgehen, um in die Gehirne anderer hineinzuleuchten, um in ihrem Rückenmark zu vibrieren, in ihren Augen zu funkeln und in ihren Gemütern empfunden zu werden. Mein Wort ist die Fackel des Lebens. Der göttliche Geist in ihm erhellt die Finsternis, beseitigt den Aberglauben und bringt die Liebe zu Gott hervor. Jeder, der in ihm lebt, lernt den Vater lieben und kann damit niemals im Dunkeln wandeln. Denn den Vater zu lieben heißt, die Welt zu lieben, heißt, Alles und Alle zu lieben. Alles und Alle zu lieben heißt wiederum, mit dem, was man liebt, zusammenzuleben. Aber auf diese Weise mit dem, was man liebt, zusammenzuleben, ist ja die vollkommenste Zufriedenstellung des höchsten Begehrens, ist die höchste Aneignung von Leben, ist das größte Gefühl von Glück, ist das wirkliche Erleben von Seligkeit. |
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