Stern-Symbol im Menü


Lesen und suchen im Das Dritte Testament
   Kap.:  
(1-21) 
 
Erweiterte Suche
Zur Geburt meiner Mission - Inhaltsverzeichnis   

 

 
5. KAPITEL
Jesus verheißt kommende Offenbarungen
Wenn ein Mensch aufgrund seiner wissenschaftlichen Einstellung nicht "glauben" kann, dann gibt es nur einen Weg, auf dem die Vorsehung dem solcherart modern eingestellten Menschen zu Hilfe kommen kann – nicht durch den Verweis auf frühere Offenbarungen, die ja eben für den, der nicht "glauben" kann, wertlos sind, sondern vielmehr, indem sie ihre Offenbarung sich mitten im modernen Zeitalter als wissenschaftliche Tatsache wiederholen lässt, sichtbar in jetzt lebendem Fleisch und Blut, sichtbar in Tat und Wesensart, jeder reinen und unparteiischen Forschung zugänglich.
      Aber ist es nicht genau das, was dich deine eigene Religion gelehrt hat? – Hat sie dir nicht durch die Worte Jesu ausdrücklich gesagt: "Euch ist es nicht gegeben, diese Dinge zu verstehen, aber den kommenden Geschlechtern" – "Aber der Beistand, der Heilige Geist, den der Vater in meinem Namen senden wird, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe" – "Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, kommt, wird er euch in aller Wahrheit leiten, denn er wird nicht aus sich selber reden, sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, wird er euch verkündigen. Er wird mich verherrlichen; denn von dem Meinen wird er's nehmen und euch verkündigen. Alles, was der Vater hat, ist mein; darum habe ich gesagt: Er nimmt es von dem Meinen und wird es euch verkündigen." Wenn unter anderen Verheißungen noch dazukommt, dass Jesus wiederholt nachdrücklich auf seine "Wiederkunft" hinweist, dann deutet das doch nicht darauf hin, dass sich die Offenbarungen der Vergangenheit nicht wiederholen würden. Was ist nun "der Beistand, der Heilige Geist"? – Was ist "Christi Wiederkunft"? – Sind das nicht überhaupt die größten Offenbarungen im Dasein? – Und was sind "die kommenden Geschlechter"? – Sind die jetzt lebenden Generationen nicht die "kommenden Geschlechter" gegenüber dem Zeitalter Jesu in Palästina? – Und haben diese Geschlechter nicht gerade eine wissenschaftliche Einstellung, haben sie nicht eine etwas höher entwickelte Fähigkeit, das Weltmysterium zu verstehen, als die vergangenen Generationen? – Und ist nicht genau dies die Ursache dafür, dass sie nicht mehr "glauben" können, sondern nach "Wissen" verlangen? –
      Sei deshalb vorsichtig, wenn du andere verurteilst, denn du weißt nicht, "wann diese Dinge geschehen sollen". – "Niemand kennt den Tag oder die Stunde." – "Diese Dinge" werden über jeden Menschen kommen wie ein "Dieb in der Nacht". –
      Dass sich dein eigenes Bewusstsein aufgrund der geistigen Ereignisse oder Offenbarungen der Vergangenheit mit Seligkeit erfüllt, berechtigt dich absolut nicht zu der Ansicht, dass diese für alle Zeiten oder für alle Menschen befriedigend oder hinreichend sind, denn wenn es sich so verhielte, wäre Jesu Verheißung für die "kommenden Geschlechter" ja ganz überflüssig und sinnlos.
      Gemäß deiner eigenen Religion, gemäß der Bibel, gemäß dem, was die Priester predigen ist es also nicht ausgeschlossen, dass Menschen auch heute vom Heiligen Geist überschattet werden können. Es ist nicht ausgeschlossen, dass Gott ebenso gut direkt zu einem Menschen des zwanzigsten Jahrhunderts "sprechen" kann wie zu einem Menschen aus alten Zeiten. – Es ist nicht ausgeschlossen, dass in einem Wesen von geringer Herkunft, geringer sozialer Position ein so vergeistigtes Inneres auftreten kann, dass sich der Geist Gottes darin verlebendigen und dadurch direkt in einem jetzt lebenden physischen Menschen zum Vorschein kommen kann und damit die früheren religiösen Offenbarungen ebenso zu realen Tatsachen für das zwanzigste Jahrhundert macht wie für die entschwundenen Zeitepochen.


Kommentare bitte an das Martinus-Institut senden.
Fehler- und Mängelanzeigen sowie technische Probleme bitte an Webmaster senden.