Stern-Symbol im Menü


Lesen und suchen im Das Dritte Testament
   Kap.:  
(0-96) 
 
Erweiterte Suche
Logik - Inhaltsverzeichnis   

 

 

23. Kapitel

Die Todesschreie aus den Wäldern der Urzeit sind überall eine Tatsache, wo das tötende Prinzip eine Lebensbedingung ist, selbst wenn diese Schreie unhörbar sind  Das Drama der Urzeit ist jetzt durch seine Nähe sehr deutlich und klar geworden. Wir brauchen also gar nicht in jene Zeit zurückzugehen, bevor der Mensch auf der Erde existierte. Und es ist für die Bestätigung dieser Tatsachen vollständig gleichgültig, ob die Tiere der Urzeit, wie es vielleicht von einigen bezweifelt werden könnte, überhaupt schreien konnten. Selbst wenn diese Erdperiode der Urzeit ausschließlich mit stummen Wesen bevölkert war: das zerstörende und das aufbauende Prinzip, die Tatsache von Leben und Tod, waren trotzdem unvermeidlich ihr Alpha und Omega. Selbsterhaltungstrieb, Überfall des stärkeren Tiers auf das schwächere, fleischfressende Wesen, diese Tatsachen existieren nicht nur heute, beginnen nicht erst im Tierreich, sondern haben ihre unverrückbare Wurzel ganz unten im Pflanzenreich und sind also bei diesen Wesen in umfassendem Maße vorhanden. Und wo fleischfressende Wesen sind, d.h., wo die Zerstörung des Lebens und Wohlergehens anderer Wesen eine Lebensbedingung ist, dort ist auch die Auslösung der Angst und des Entsetzens vorhanden, selbst wenn es sich in gewissen Fällen auch nur um "stumme" Seufzer handelt.
      Beim Lebewesen sind alle Eigenschaften durch Entwicklung entstanden, d.h., sie sind aus ganz mikroskopisch kleinem Samen zu dem vom Menschen wahrnehmbaren Zustand herangewachsen. Aber es ist ja schon längst eine der Wissenschaft bekannte Tatsache, dass es Laute gibt, die vom menschlichen Ohr nicht wahrgenommen werden können, wie es auch Strahlen und Wellen gibt, auf die das menschliche Auge nicht reagiert. Dass eine Angst oder Schreckensauslösung vom Erdenmenschen nicht gehört werden kann, ist deshalb absolut keine Bürgschaft dafür, dass ihr Laut, d.h. in diesem Falle ihr "Todesschrei", nicht existiert. Ganz im Gegenteil, für den kosmischen Beobachter gibt es keine Bewegung, die nicht gleichzeitig Laut ist, und keinen Laut, der nicht gleichzeitig gesehen werden kann. Doch hierüber mehr in meinem Hauptwerk "Livets Bog".
      Die "Todesschreie" aus den Urzeitwäldern sind also überall dort eine unerschütterliche Tatsache, wo das tötende Prinzip Lebensbedingung ist, ganz unabhängig davon, ob sie vom Erdenmenschen gehört werden können oder nicht.


Kommentare bitte an das Martinus-Institut senden.
Fehler- und Mängelanzeigen sowie technische Probleme bitte an Webmaster senden.