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Die Menschheit und das Weltbild - Inhaltsverzeichnis   

 

 
44. Kapitel
Ein Leichnam ist kein Beweis für einen absoluten Tod
Wenn unser Selbst oder Ich unsichtbar in unserem Körper oder Organismus anwesend ist, dann ist es nicht so merkwürdig, dass seine Anwesenheit im Raum auch unsichtbar ist, wenn es sich nicht mehr im Organismus befindet. Es ist ebenfalls ganz natürlich, dass der Organismus als Leiche leblos ist. Eine Leiche ist ja gerade ein Körper, der nicht mehr dem Kommando oder dem Willen des Ichs unterworfen ist. Ein solcher vom Ich oder dem unsichtbaren Herrscher völlig verlassener Körper befindet sich wie die anderen Ich-losen Materien in Auflösung. Ein Wesen, dem der verlassene Körper einmal gehörte, als "tot" aufzufassen, wäre also ein Irrtum. Die Veränderung des Körpers von einem lebenden Organismus zu einem Leichnam ist überhaupt kein Beweis dafür, dass der unsichtbare Herrscher, der zuvor in dem nun entseelten Körper anwesend war, "tot" ist. Dieser Herrscher war ja im Organismus unsichtbar und muss deshalb auch außerhalb von ihm unsichtbar sein. Der "Leichnam" kann höchstens nur erkennen lassen, dass die Verbindung zwischen dem Organismus und seinem früheren Herrscher nun völlig unterbrochen ist. Und welcher andere Unterschied besteht wohl zwischen einem Leichnam und einem lebenden Organismus als der, dass der unsichtbare Herrscher im lebenden Organismus anwesend ist, während der Leichnam von diesem Herrscher vollständig verlassen ist? Ist der Körper nicht immer noch im Besitz aller seiner Organe, wie Lunge, Leber, Därmen, Magen usw., und ist trotzdem ein Leichnam? Im Leichnam gibt es also überhaupt kein Organ, in dem das gesamte Ergebnis des abgeschlossenen Lebens, die erlebten Erfahrungen, zusammengefasst ist. Also kann keine dieser Erfahrungen zu "etwas" geworden sein, was im Organismus ist. Diese Erfahrungen sind zum Vorteil für "etwas" gemacht worden, was außerhalb des Körpers ist. Es wird hier deutlich, dass das "unsichtbare Etwas" die Erfahrungen oder das erlebte Wissen und Können mitgenommen hat, als es sich vom Organismus befreite. Es wird also zur Tatsache, dass der Organismus nicht das wahre oder wirkliche Wesen sein kann, sondern vielmehr nur ein vorübergehendes Gerät für das "Etwas" ist, das den Organismus während seiner unsichtbaren Anwesenheit in diesem beherrschte und benutzte. Wir sind daher, abgesehen von dem kosmischen Erlebnis der Unsterblichkeit, gezwungen, rein logisch anzuerkennen, dass unser Selbst oder Ich ein außerhalb der physischen Dimension vorhandenes "Etwas" ist, das die Fähigkeit hat, in die Materie inkarnieren zu können und diese auf die Weise zu bearbeiten, dass sie zu einem Körper, einem Organismus oder einem Werkzeug geformt werden kann, womit es indirekt seine auf der physischen Ebene unsichtbare Existenz kundtun kann.


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