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| Die Erschaffung der Kultur - Inhaltsverzeichnis |
11. KAPITEL
Das Welterlösungsprinzip, der Welterlöser Christus als Modell für den vollkommenen Menschen
Durch die Leidenserfahrungen in diesem robusten Totschlagsdasein wurden die Menschen dieser Lebensform nach und nach überdrüssig, weshalb diese allmählich in ihnen eine Sehnsucht nach anderen und humaneren Göttern bewirkten oder hervorriefen.
Und durch das Welterlösungsprinzip und die hiervon ausgehenden Welterlöser größeren oder kleineren Formats, je nach dem Entwicklungsniveau, den Erfahrungen und dem Bedarf der speziellen Menschengesellschaften, zu denen sie von der Vorsehung gesandt wurden, wurden die religiösen Vorstellungen oder die religiöse Gottesauffassung der Menschen in humanere Bahnen und Formen für das Dasein gelenkt.
Von diesen großen Religionsstiftern beherrschen Buddha, Mohammed und Christus heute, so weit man die Fähigkeit hat, an sie zu glauben, Millionen und Abermillionen von Menschen.
Durch Christus wurde die größte Befreiung von der tierischen Natur offenbart.
Er wurde deshalb das Modell für den vollkommenen Zukunftsmenschen.
Er vergab seinem Nächsten wieder und wieder, ja sogar denen, die ihn kreuzigten.
Eine größere Menschenliebe existiert nicht und kann nicht manifestiert werden.
Obwohl ihm die schrecklichsten körperlichen Schmerzen dadurch zugefügt wurden, dass er mit seinem ganzen Gewicht, seiner ganzen Schwere an Nägeln hing, die man brutal durch seine Hände und Füße an die Planken des aufgerichteten Kreuzes geschlagen hatte, an dem er dann auf diese Weise den Tod erleiden musste, formte er doch seine letzten schwachen hinsterbenden Kräfte zu dem größten Liebesausbruch, der überhaupt in der Welt manifestiert werden kann.
Während des langsamen Röchelns seines sterbenden Körpers hüllte er die größten Henker der Welt in seine Liebe ein.
Und mit den ewigen Worten "Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun" schloss er seine Feinde und Mörder in sein Herz.
Hier gab es keinen Zornesausbruch, keinen Wutanfall, keine Rachegefühle diesen Feinden, Henkern und Plagegeistern gegenüber.
Seine ganze Einstellung ihnen gegenüber war ein inniges Mitleid, eine innige Liebe, ein inniger Wunsch, dass sie keiner Vergeltung für diese Grausamkeit, Verstümmelungstendenz und Mordlust ausgesetzt werden sollten.
Dies war das Fundament und der innerste Kern des wahren Christentums, demonstriert für die Menschheit kommender Jahrtausende.
Es war das Prinzip, die rechte Wange hinzuhalten, wenn man auf die linke geschlagen wird.
Es war das Prinzip: "Liebet eure Feinde, segnet die, die euch verfluchen, tut gut denen, die euch hassen, und betet für die, die euch verfolgen."
Es war diese Mentalität oder Liebeseinstellung seinem Nächsten gegenüber, die jene Saat ist, durch die alle Geschlechter der Erde gesegnet werden sollen.
Im Kreuzigungsdrama auf Golgatha wurden jene leuchtenden Fußspuren gesetzt, durch deren Betreten jeder Mensch auf der ganzen Welt Gott begegnen, den dauerhaften Frieden des Weihnachtsevangeliums auf Erden erleben und in dem hier angekündigten großen Wohlgefallen unter den Menschen leben soll.
An Golgathas Kreuz wurde das Himmelreich auf Erden geboren.
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