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| Die Erschaffung der Kultur - Inhaltsverzeichnis |
22. KAPITEL
Die erzwungene Wehrpflicht, das Christentum und der eigene große Friedenswunsch der Menschen
In diesem gottlosen Krieg aller gegen alle ist in Wirklichkeit immer noch der Kampf um die Macht das Primäre, während der Kampf um das Recht mehr oder weniger sekundär ist.
Deshalb ist es auch immer noch die Fähigkeit zu morden, auf die im höchsten Maße, wenn auch unfreiwillig und notgedrungen, in der modernen Kultur Gewicht gelegt wird.
Wozu sonst der unermessliche finanzielle Aufwand für die Entwicklung der Todes- und Vernichtungskapazität, der in der ganzen Welt sowohl von großen als auch von kleinen Ländern ins Werk gesetzt wird?
Wozu sonst Atom- und Wasserstoffbomben?
Wozu sonst Gedanken an einen Bakterienkrieg?
Wozu sonst die erzwungene Wehrpflicht, diese Freiheitsberaubung von jungen Menschen in aller Welt zugunsten einer heidnischen Erziehung, zugunsten von Unterricht und Übungen in den raffiniertesten Mordmanifestationen oder Methoden, mit denen man dem "Feind", d.h. seinem Nächsten, die größten tödlichen Wunden, Verletzungen und Zerstörungen antun kann, alles gegen den eigenen Willen und gegen den Wunsch der Menschen nach Frieden und humaner Kultur?
Wie kann dieser fundamentale Unterricht über etwas, was in Wirklichkeit das reine Schlachten von Menschen ist, diese Ausbildung der Jugend der Welt zu Höllenexperten oder Fachleuten in Mordtechnik oder Lebenssabotage gegen ihren Willen mit der Schöpfung und dem Erleben des Weihnachtsevangeliums vom Frieden auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen vereint werden, das den Menschen Jahrtausende lang von Tausenden von Kanzeln, in Kirchen und Tempeln in der ganzen Welt verkündet worden ist und noch verkündet wird?
Die Weihnachtsbotschaft oder -verheißung für die Menschen ist nicht bloß etwas, was nur mit dem Gesang der Engel für die Hirten in der Weihnachtsnacht in Bethlehem zu tun hatte.
Jahrhunderte vor dieser Begebenheit hatte Abraham die folgende Verheißung von einer kommenden leuchtenden Zukunft der Menschen bekommen: "Durch dich sollen alle Geschlechter der Erde Segen erlangen".
Und weist die Heilige Schrift oder Bibel nicht außerdem, teils durch die Propheten und teils durch die Voraussage des Welterlösers, auf die kommende helle Epoche für die Menschheit hin?
Heißt es nicht hier, dass alle Völker durch die wahre Lebensmoral des Welterlösers, das reine unverfälschte Christentum, dort hingelangen werden, d.h. zur absoluten wahren und reinen Nächstenliebe, die die Erfüllung aller Gesetze ist?
Was sollten Christi Worte sonst da bedeuten, wo er u.a. sagt: "Ich habe auch andere Schafe, die nicht aus diesem Stall sind; auch sie muss ich führen, und sie werden meine Stimme hören; dann wird es nur eine Herde geben und einen Hirten."
Es ist deutlich genug, dass das, was hier vorhergesagt wird, bedeutet, dass die Menschen in aller Welt nicht dauerhaft eine gespaltene "Herde" sein werden, in viele Gruppen aufgeteilt und fremden und falschen "Hirten" unterworfen, die nicht wie "der gute Hirte" in einer bestimmten Situation ihr eigenes Leben aufs Spiel setzen, um das der Schafe zu erlösen oder zu retten, sondern die dagegen ihr eigenes Leben auf Kosten der Schafe zu retten versuchen.
So wie die konkreten oder absoluten Analysen und Tatsachen der materialistischen Wissenschaft international und der ganzen Menschheit gemeinsam sind, so werden auch die absolut konkreten Analysen und Tatsachen der Geisteswissenschaft ‒ d.h. der Wissenschaft über die Psyche, der Wissenschaft über Gedankenfunktionen und ihre tödlichen sowie Leben spendenden Wirkungen, der Wissenschaft über die Schicksalsbildung, der Wissenschaft über die nicht zeit- und raumdimensionalen Erscheinungen und damit der Wissenschaft über die Schaffung einer totalen Glück und Lebensfreude fördernden Wesensart der Menschen in der ganzen Welt untereinander und unter allen in dieser Welt gegebenen Verhältnissen ‒ international sein.
Und die Menschen der ganzen Welt werden in dem Maße, in dem sie wissenschaftlich und intellektuell eingestellt sind, in derselben Auffassung von Gott, vom Weltbild und von einer auf Nächstenliebe basierenden Wesensart dem Nächsten oder allem Lebenden gegenüber vereint sein. Und die Gebiete der Erde werden keine Heimstätte des Krieges aller gegen alle mehr sein. Sie werden keine Heimstätte des Todesröchelns, des Jammerns und der Schmerzensschreie auf Kriegsschauplätzen mehr sein. Sie werden keine Heimstätte des Auslöschens der Bevölkerung und der Kulturwerte von Millionenstädten durch Atomwaffen mehr sein. Sie werden keine Heimstätte von Armut, Hungertod, Not und Elend mehr sein, denn jeder wird jeden lieben. Ist das nicht die Erfüllung aller Voraussagen der Bibel oder der Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen des Weihnachtsevangeliums, die heute in Wirklichkeit der verborgene Wunschtraum im tiefsten Innern aller Kulturmenschen und nicht zuletzt der Autoritäten und Obrigkeiten sind, die sich gezwungen sehen, die Kriege zu fördern? Es ist der Pulsschlag des beginnenden Friedens des "Beistands, des Heiligen Geistes" unter der geistesverdunkelten, heidnischen Oberfläche des erdenmenschlichen täglichen Lebens. Es ist der entscheidende Wendepunkt. |
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