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Die Erschaffung der Kultur - Inhaltsverzeichnis   

 

 
26. KAPITEL
Die beiden Kriegsfronten der modernen Weltkultur, die den Frieden unmöglich machen
Die moderne Weltkultur existiert also als Kampf an zwei Fronten. An beiden Fronten ist es die Aneignung der Macht, die entscheidend ist. An beiden Fronten geht es um Leben und Tod. Deshalb müssen Staaten und Völker ständig gerüstet sein, nicht nur mit dem maßlos teuren Militärwesen, sondern auch mit den nicht weniger unentbehrlichen Waffen, die "Valuta" oder "Geld" heißen. Diese Waffen können genauso tödlich sein, genauso viel Unglück bringen und Menschen und ihre Kulturwerte vernichten, wie die Atom- und Wasserstoffbomben des Militärwesens. Dass diese beiden Kriegsfronten die Menschheit nicht von Krieg befreien konnten und ihnen keinen Frieden gegeben haben, ist eine Selbstverständlichkeit. Sie haben vielmehr die Menschen in eine künstliche Oberklasse und eine künstliche Unterklasse geteilt, sowohl zwischen den Staaten als auch zwischen den Bürgern der Staaten. Beide Fronten sind eine Marter für die Menschheit, weil beide ein blutiger und tödlicher Kampf mehr um die Macht als um das Recht sind. Es ist ein lebensgefährlicher Kampf um die Macht darüber, die Naturressourcen der Erde unbegrenzt als Privateigentum zu besitzen, völlig unabhängig davon, wie sehr dies auch auf Kosten des normalen Daseins anderer Menschen oder ihres Rechtes auf diese Werte gehen mag.


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