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| Die Erschaffung der Kultur - Inhaltsverzeichnis |
28. KAPITEL
Die wirtschaftliche Gefangennahme von Menschen in der modernen Kultur
Dieser Umstand, dass die ganze Erde in Privateigentum aufgeteilt ist und von einer Minderheit ihrer Menschen besessen wird, bedingt, dass die übrigen Menschen, also die Mehrheit, ihr Leben, ihre Fähigkeiten und Anlagen an die Privateigentümer der Lebensmöglichkeiten der Erde verkaufen müssen, um Mittel zu bekommen, damit sie von diesen Monopolinhabern die notwendigen Lebensprodukte, Nahrung, Bekleidung und Obdach, kaufen können.
Deshalb existiert die ganze besitzlose Klasse, d.h. der größte Teil der Millionen von Menschen der ganzen Welt, noch als Sklaven, gefangen in ihnen aufgezwungenen Erwerbstätigkeiten.
Sie müssen soundso viele Stunden ihres täglichen Lebens an die Monopolinhaber verkaufen, um die Möglichkeit einer sparsamen Aufrechterhaltung ihres eigenen Lebens erhalten zu können.
Und somit kann die moderne Kultur nur mit einem einzigen großen Gefangenenlager verglichen werden, in dem der größte Teil der Erdenmenschheit gefangen ist und sich schinden muss, um die wichtigsten Lebensbedürfnisse befriedigen zu können und sich dadurch einigermaßen vor den schlimmsten Formen von Erniedrigung und Unterwerfung in Not und Elend schützen zu können.
Gleichzeitig mit dieser wirtschaftlichen Gefangennahme von Menschen werden an den Börsen der ganzen Welt die Produkte gehandelt, die die Monopolinhaber mithilfe der Arbeitsstunden und Schaffenskraft dieser wirtschaftlich gefangengenommenen Menschen herstellen konnten.
Diese wirtschaftliche Weltsituation kann natürlich keiner Regierung und keinem einzelnen Menschen vorgeworfen werden.
Sie ist ein völlig natürliches Stadium in dem Entwicklungsprozess, der die Menschen vorwärtsführen soll, damit sie schließlich "ein Abbild Gottes" werden.
Dass dieses höchst unvollkommene oder unfertige Stadium der Menschheit keinen Frieden geben kann, sondern ihr Kampf und Krieg beschert, ist eine Selbstverständlichkeit.
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