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Die Erschaffung der Kultur - Inhaltsverzeichnis   

 

 
37. KAPITEL
Wie die Verheißungen des Weihnachtsevangeliums vom "Frieden auf Erden" und dem "neuen Himmel" und der "neuen Erde" in Erfüllung gehen werden
Wir haben in den vorigen Kapiteln gesehen, dass sich die Menschheit in einem Wachstum von einem primitiven zu einem hochintellektuellen Zustand befindet. Wir haben gesehen, dass die letzte Epoche in diesem Wachstum oder in dieser Entwicklung die ist, die den Menschen in Form des "Friedens auf Erden" und des großen "Wohlgefallens" im Weihnachtsevangelium verheißen wurde, so wie sie auch gemäß anderen Verheißungen alle Menschen zu einem Volk, zu "einer Herde und einem Hirten" machen soll. Die gleiche Verheißung zeigt sich auch da, wo sie die Vervollkommnung der Menschheit als einen "neuen Himmel" und eine "neue Erde, wo Gerechtigkeit wohnt" bezeichnet. Wir haben in diesem Buch all die großen äußeren Details in den verschiedenen vorübergehenden Kulturepochen der Menschheit beschrieben, die zeigen, dass sie sich wirklich in einem solchen Wachstum befindet und zum Schluss so entwickelt sein wird, dass das Zusammenleben der Völker in der ganzen Welt unvermeidlich eine so vollkommene Weltkultur aufweisen wird, dass sie die totale Gerechtigkeit repräsentiert, die wiederum das gleiche ist wie die Nächstenliebe, die die Erfüllung aller Gesetze ist. Dass sie in ihrem Endergebnis so abweichend oder verschieden von der jetzt sterbenden Weltkultur ist, dass man sie als einen völlig "neuen Himmel" und eine "neue Erde, in der Gerechtigkeit wohnt" bezeichnen kann, ist eine Selbstverständlichkeit, wenn man hier unter dem "neuen Himmel" jene allmächtige Weisheit versteht, die durch die Verschmelzung der materialistischen Wissenschaft mit der Geisteswissenschaft entsteht, und unter der "neuen Erde" die Veränderung des materiellen Zustands hin zu einer solchen Vollkommenheit, dass der Zugang zu den materiellen Werten des Lebens nicht mehr auf der Grundlage der Ausnutzung des weniger Begabten seitens des Begabteren oder durch das Ausnutzen des weniger Starken seitens des Stärkeren erworben werden kann. Niemand kann auf Kosten eines anderen leben. Wenn diese Veränderung zur Vollkommenheit geschehen ist, wird die Erdenmenschheit von ihren tierischen Prinzipien befreit sein, sodass Eigentumsbegehren oder Habsucht, Betrug, Raub, Neid, Eifersucht wie auch die Gedankenarten und Mordtendenzen des Hasses und Krieges im vollkommenen Weltreich mit den Menschen der ganzen Welt als Einwohnern nicht existieren können. In diesem Erdball- oder planetaren Reich, das die Erdenmenschen dann ausmachen werden, kennt man keine souveränen Nationalstaaten oder entsprechenden Einzelpersonen oder Gruppen von Einzelpersonen, die in Form des "Geschäftemachens" die Lebenswerte als Privateigentum monopolisieren und damit Unannehmlichkeiten schaffen können, die eine "Verstopfung" in der Nahrungs- und Lebenskraftverteilung zwischen Menschen und Staaten im Erdorganismus verursachen können. Es wird keine Valutaschwierigkeiten geben, denn wenn die ganze Menschheit die Werte oder Materialien der Erde besitzt, und nicht Einzelpersonen, Aktiengesellschaften oder Staaten, gibt es niemanden, mit dem man Handel treibt. Die Geschäftswelt gehört der Vergangenheit an. Die Menschheit wird nicht mehr die Materialien von monopolisierten Eigentümern oder Inhabern kaufen. Sie wird nicht länger irgendetwas "kaufen", was in Wirklichkeit ohnehin ihr Eigentum ist, so wie sie es heute zwangsläufig aufgrund ihrer unfertigen Entwicklung und des hierauf beruhenden mangelnden Verständnisses der Struktur des Lebens tun muss. Wenn die Verteilung der Güter zur Befriedigung der Lebensbedürfnisse nicht mehr durch Handel und Geschäftsabschlüsse vor sich geht, wird das Geldsystem völlig überflüssig. Der einzige Wert im Weltstaat wird danach die menschliche Arbeitskraft oder Schaffensfähigkeit sein. Das ist das Einzige, was die Naturprodukte der Erde in Nutzen, Freude und Segen für die Menschheit verwandeln kann. Die vornehmste und wichtigste Aufgabe der Regierung des Weltstaates wird es deshalb sein zu garantieren, dass jedes Kind, das geboren wird, in den Manifestationsbereich kommt, in dem es seine Fähigkeiten und Talente entfalten kann und damit seine Interessen und Sehnsüchte befriedigt werden. Hier werden die Obrigkeiten des Weltstaates es für die Aufrechterhaltung der Vollkommenheit dieses Staates als absolut lebensbedingend betrachten, dass es den bestmöglichen Unterricht und die beste Ausbildung in diesem Bereich bekommt. Dadurch wird es imstande sein, sein Bestes oder Allerhöchstes in diesem Manifestationsbereich für den Weltstaat oder die Mitmenschen zu geben. Das Leben kann also im Weltstaat nicht zur Tretmühle werden, in der das Individuum gezwungen ist, täglich mit etwas zu arbeiten, was weit von den Fähigkeiten und der besonderen Begabung entfernt ist, die seine natürliche Lebenslust und Sehnsucht sind. Da die Fabrikation im Weltstaat nicht gefördert wird, um Profit und Bereicherung zu schaffen, sondern nur, um die Zufriedenstellung des täglichen, lebensnotwendigen Bedarfs zu decken, wird es keine Überproduktion, keine planlose Fertigung geben, so wie es heute bei der Produktion oft der Fall ist, deren Grundlage fast ausschließlich der Profit oder die Bereicherungsmöglichkeiten sind. Da eine relativ kleine Anzahl von Erdenmenschen mit Hilfe von Maschinen imstande sein wird, die Lebensprodukte herzustellen, die den materiellen Bedarf aller Erdenmenschen abdecken können, werden die übrigen Menschen der ganzen Erdenmenschheit die Freiheit haben, sich mit den größten künstlerischen Schöpfungen wie Literatur, Gesang und Musik, Malerei und Bildhauerkunst sowie mit allen anderen möglichen Kunstarten, die das tägliche Leben der Menschen verschönern und beleben können, zu beschäftigen und sich darin weiterzuentwickeln. Niemand wird also in anderen Bereichen arbeiten als in denen, die sozusagen sein Hobby sind. Jeder Mensch wird dabei eine große Freude über das Dasein empfinden. Die Gruppe, die für die Befriedigung der materiellen Bedürfnisse sorgt, wird auch nur aus Menschen bestehen, für die die hierfür notwendigen fachlichen Fertigkeiten ihr Hobby sind. Auf diesen seinen Hobbygebieten wird jeder Mensch die wenigen Stunden an Arbeit pro Woche für den Weltstaat leisten, die sein eigener Lebensbedarf andere Menschen an Arbeitsleistung gekostet hat. Niemand wird also im Weltstaat auf Kosten des Staates oder der Mitmenschen leben können. Wahrlich, hier ist das Leben des Menschen tatsächlich zu einem "neuen Himmel" geworden und zu einer "neuen Erde, in der Gerechtigkeit wohnt". Das Leben ist für die Menschen wirklich zum "Frieden auf Erden" und zum großen "Wohlgefallen" des Weihnachtsevangeliums geworden.


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