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| Die Erschaffung der Kultur - Inhaltsverzeichnis |
38. KAPITEL
Was dem zugrunde liegt, dass man das Schicksal der Erdenmenschheit in Form der großen religiösen Verheißungen vorhersagen konnte
Wir wollen hier zum Schluss auf den innersten Kern dieser kommenden Kulturepoche hinweisen, der bedingt, dass diese leuchtende Lebensepoche der Menschheit zur Wirklichkeit oder Tatsache wird.
Sehen wir uns ein kleines Samenkörnchen an, z.b. einen Apfelkern.
Was liegt darin verborgen?
In ihm befindet sich bereits eine Kombination von gebundenen Kräften, die so kombiniert sind, dass ihre normale Auslösung nur als Auftreten oder Entstehen eines Apfelbaums Gestalt annehmen kann mit der Möglichkeit, Obst zu tragen, das wiederum neue Kerne enthält und so weiter.
Wenn man einen solchen Kern kennt, kann man also voraussagen, dass er, wenn er auf die richtige Weise gepflanzt wird, wachsen und zu einem neuen Apfelbaum werden wird, dessen Früchte neue Apfel werden und nichts anderes.
Dasselbe Prinzip gilt für die Saaten, Samen und Kerne auch aller anderen Pflanzenarten.
Kommt dasselbe Prinzip aber nicht auch dann zur Geltung, wenn es sich um die Fortpflanzungszellen der animalischen Wesen handelt?
Wenn diese Keimzellen zu normaler Auslösung und Fortpflanzung gebracht werden, wird hier nach dem Ablauf von soundso viel Zeit ein Organismus dieser oder jener Art oder Rasse entstehen, aus der die Keimzelle hervorgegangen ist.
Für die Entstehung und die besondere Struktur eines solchen Organismus ist also im Voraus festgelegt, dass sie der in der Keimzelle angelegten gebundenen Energiekombination entsprechen müssen, die bedingt, dass ihre normale Auslösung oder Befreiung nur in der Erschaffung eines Organismus von genau derselben Art, Struktur und Rasse resultieren kann wie ihr Urheber.
Das ist es, was bewirkt, dass Katzen Kätzchen bekommen, Hunde Welpen, Menschen Menschenkinder usw.
Wir sehen, dass die Erschaffung von vegetabilischen wie auch animalischen Organismen nur nach den in den Kernen, Samen oder Keimzellen angelegten gebundenen Energiekombinationen stattfinden kann.
Der Verlauf der Schöpfung mit ihren verschiedenen Epochen, Stadien und ihrem Endresultat kann deshalb von demjenigen schon vorausgesagt werden, der in den entsprechenden Fällen Kenntnisse über die Struktur und Art der Saat und Keime hat.
Da die Erde ein Organismus ist, entstehen ihre materielle Struktur, ihre besonderen Entwicklungsepochen und ihre Stadien auch nach einer vorhergehenden in ihrer Kernstruktur eingekapselten, schicksalsbestimmenden, gebundenen Energiekombination.
Genau wie das Entstehen und Wachsen des Apfelbaums von der in einer vorhergehenden, im Kern eingekapselten, gebundenen Energiekombination bestimmt wird, ist auch das Schicksal der Erde, ihre millionenjährigen Entwicklungsepochen, die Verwandlungen ihrer Lebensformen, die Domäne ihrer Menschheit usw. von einer in dem Bereich ihres vorausgegangenen Kerns eingekapselten, gebundenen Energiekombination bestimmt.
Wenn man nun das Gesetz für die Schöpfung der Natur kennt und weiß, dass es bedingt, dass die Schöpfungsprozesse der Natur in ihrem Endergebnis den Lebewesen hundertprozentig zur Freude und zum Segen gereichen, dann gibt es keinen Grund anzunehmen, dass das Endergebnis der Entstehung und Schöpfung des Erdballs hier eine Ausnahme bildet.
Sehen wir uns die Schöpfung an, die, was die Erde betrifft, bereits zurückgelegt ist, dann können wir wirklich nur sagen, dass ihre Verwandlung bis jetzt gezeigt hat, dass sie zum Besseren verlaufen ist und dass sie einer Vielzahl von Lebewesen zu großer Freude und großem Segen gereicht.
Da die Menschheit ein Teil des Organismus der Erde ist, kann das Endergebnis in der speziellen Erschaffung dieses Organismus unmöglich gesund oder vollkommen werden, wenn Gesundheit und Vollkommenheit, Glück und Freude nicht das Endergebnis in der Erschaffung dieser Menschheit ist.
Was ist nun menschliche Gesundheit, Vollkommenheit, Glück und Freude?
Ja, es gibt wohl kaum etwas, worüber die Menschheit heutzutage in höherem Ausmaß Wissen erlangt, weil sie immer mehr das Fehlen eines solchen Zustands empfindet, der von diesen göttlichen Eigenschaften getragen ist.
Alle hungern immer mehr nach wirklicher Liebe im Zusammensein mit anderen Menschen.
Und was sonst als wirkliche Liebe kann die Grundlage einer wirklich vollkommenen Weltkultur bilden.
Ist sie nicht gerade dadurch bedingt, dass ein jeder absolut zur Freude und zum Segen für alle und jeden gereicht.
Wie sollten der vorher genannte "neue Himmel" und die "neue Erde, auf der Gerechtigkeit wohnt" sonst entstehen?
Wie kann eine Sache fertig erschaffen und somit vollkommen sein, wenn sie den Lebewesen nicht zur Freude und zum Segen gereicht?
Eine Schöpfung, die den Lebewesen nicht zur Freude und zum Segen gereicht, kann für diese Wesen nur in größerem oder kleinerem Umfang ein Fluch sein.
Aber ein Fluch kann sich nur in Unheil und Leiden auswirken, was genau das Gleiche ist, wie das unfehlbare Kennzeichen des Unfertigen oder Unvollkommenen.
Das Unglück und die Leiden der Menschen von heute zeigen also einen noch unfertigen Zustand, also einen Zustand, den eine jede Schöpfung zeigen muss, solange sie nicht fertig ist oder ihr Endergebnis erreicht hat, die aber trotzdem als fertig betrachtet oder aufgefasst wird.
Was ist es, was uns hier in einem gesunden und lebenskräftigen Organismus vor Augen geführt wird?
Ist es nicht dies, dass sich alle seine Organe, Zellen, Moleküle usw. gegenseitig zur Freude und zum Segen gereichen?
Wenn das nicht der Fall wäre, wie sollte er dann gesund und lebenskräftig sein?
Sind mangelnde Gesundheit und Krankheiten nicht gerade die unvermeidliche Wirkung eines Defekts im gegenseitigen Verhältnis der Mikrowesen in einem Organismus?
Läuft nicht jede ärztliche Tätigkeit darauf hinaus, diesen Defekt zu entfernen, um dadurch zu bewirken, dass die lebenswichtige, harmonische Zusammenarbeit zwischen den Mikrowesen in dem betroffenen Feld wieder zustande kommt?
Diese harmonische Zusammenarbeit wird also als sehr lebenswichtig betrachtet.
Was aber ist diese Zusammenarbeit für die Mikrowesen anderes, als dass sich alle gegenseitig für ihre gemeinsame Existenz zur Freude und zum Segen gereichen?
Da, wo das nicht der Fall ist, bricht Disharmonie und damit Krankheit aus.
Aber warum sollte für die Gesellschaft der Menschen etwas anderes gelten?
Menschen sind ja auch Mikrowesen in einem großen Organismus.
Ja, sogar die Menschheit als solche ist nichts weniger als ein Organ in diesem größeren Organismus, der dasselbe ist wie der Erdkörper.
Die Menschheit ist also eine organische Erscheinung, die aus allen Erdenmenschen zusammen besteht.
Diese sind hier miteinander zu einer Einheit verbunden, deren Wohlbefinden vom Leben und Schicksal eines jeden einzelnen Menschen abhängig ist.
Enthält diese Einheit Disharmonie und Erscheinungen, die das lebensbedingende Zusammenleben zwischen den Menschen trennen oder spalten, ja sogar Menschen dazu bringen, andere Menschen zu ermorden, dann kann diese Einheit unmöglich gesund und lebenskräftig sein, sondern muss sich krank und elend fühlen.
Sie muss in ihrer gesamten Entfaltung Schwäche ausdrücken und muss für die einzelnen Menschen mehr oder weniger wie eine Hölle sein, eine Domäne des Leidens.
Was hält man von der gewaltigen, zunehmenden Herstellung der genialsten Mordwaffen, mit der die Menschen die Fähigkeit, Menschen und ihre Kulturgüter auszulöschen, vervielfachen können?
Sind das nicht Krankheit und Disharmonie im Leben der Gesellschaft?
Man stelle sich vor, dass die Zellen in einem menschlichen Organismus, relativ gesehen, dieselbe Fähigkeit bekämen, das Töten und Vernichten von Zellen in diesem Organismus zu vervielfachen.
Was glaubt man, wie es dann um die Gesundheit und das Wohlbefinden des Inhabers oder Urhebers bestellt wäre.
Wenn dieser Zustand in den Lungen zustande käme, würde es dem betroffenen Menschen schwer fallen zu atmen.
Käme er im Herzen oder im Gehirn vor, würde das den Tod und damit den Untergang des Organismus bedeuten.
Wie sollte das Dasein der gesamten Erdenmenschheit auf eine andere Weise gesund und vollkommen glücklich werden als dadurch, dass die Wesensart eines jeden einzelnen Menschen in den Zustand gebracht wird, der die Heilung aller Disharmonien und Krankheiten bedeutet, nämlich, dass jeder jedem dient, jeder jedem zur Freude und zum Segen gereicht?
Ohne diese Verwandlung der Wesen kann keinerlei Vollkommenheit geschaffen und keinerlei Krankheit in einem animalischen Organismus oder im Zusammenleben von Lebewesen geheilt werden, ganz gleich ob es sich um das Zusammenleben von Wesen handelt, die man Menschheit nennt, oder um das Zusammenleben von Mikrowesen, die den Organismus des Menschen bilden.
Das Einzige, was Krankheiten heilen sowie Disharmonien und damit Leiden aus dem menschlichen Dasein entfernen kann und die Vollkommenheit schaffen kann, die als "dauerhafter Frieden" und "Wohlbefinden" der Menschheit bezeichnet wird, ist also ausschließlich dies, dass jeder jedem zur Freude und zum Segen gereicht.
Aber genau das ist ja der Kern in den heutigen größten Religionen der Welt und in dem, was die größten Weisen gesagt haben.
Und wir sehen hier durch diese Analyse, dass es nicht verwunderlich ist, dass sie die großen Details im Schicksal der Menschheit in Gestalt der Verheißungen von der kommenden Vollkommenheit und der hierauf beruhenden Erfüllung des Planes, den Gott für die Welt und die Menschheit vorgesehen hat, voraussagen konnten.
Die wahren Urheber dieser Verheißungen von der Erfüllung des großen göttlichen Ziels bezüglich der Welt und der Menschheit waren Wesen, die in ihrer Entwicklung so weit waren, dass sie durch ihre eigenen Sinne und ihr eigenes Selbsterleben die Fähigkeit hatten, den Weitblick, den großen kosmischen Horizontbereich zu erleben, zu dem wir hier in logischen Gedankenreihen den Lesern Zugang verschafft haben und der nun immer mehr zu ihrem eigenen kosmischen Gesichtsfeld werden soll, wodurch er im gleichen Umfang zur Lebensbasis und unerschütterlichen Grundlage für ihr Verhalten wird.
Wir haben hier gesehen, dass das Geheimnis des großen Weitblicks, von dem die Verheißungen ausgegangen sind, in Wirklichkeit nur das ist, dass man sehen konnte, dass dieselben gebundenen Kräfte, die im Keim der Pflanze liegen und deren normale Befreiung nur im Wachsen, Blühen und Fruchttragen einer neuen Pflanze resultieren kann, im Prinzip auch in jeder anderen Schöpfung sowohl im Dasein von Tieren und Menschen als auch in den Strukturen, Bahnen und Entwicklungsprozessen von Himmelskörpern und Galaxien vorhanden sind.
Und da diese Einsicht groß genug war, um bestätigen zu können, dass die Natur niemals einen Schöpfungsprozess in Gang setzt, dessen normaler Verlauf in seinem Endergebnis den Lebewesen nicht zur Freude und zum Segen gereicht, konnte man durch die Verheißungen im Interesse der Wahrheit nur die Nächstenliebe als die kommende Kulturbasis und damit als fundamentale Grundlage der hierauf beruhenden göttlichen Gesellschaftsordnung für die ganze Welt offenbaren, die da "Frieden auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen" heißt.
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