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| Die Erschaffung der Kultur - Inhaltsverzeichnis |
6. KAPITEL
Tierische Streitfragen zwischen den Menschen, die von der tierischen Mentalität entschieden werden
Diese Analyse des allgemeinen Menschen ist nicht entstanden, um herabsetzende Äußerungen zu machen oder um eine aus Bitterkeit entstandene Kritik zu üben.
Wenn man aber nicht die wirkliche Analyse eines Problems kennt, kann man unmöglich gerecht oder logisch über dieses Problem urteilen.
Und ungerecht zu urteilen, ist die größte Übertretung aller Kultur- und Lebensgesetze.
Es ist deshalb absolut notwendig, dass man zur Erkenntnis dessen kommt, dass eine Gesellschaftsordnung, die an sich nur ein primitiver tierischer Schutz vor lebensgefährlichen, tierischen Tendenzen in der Manifestation und Wesensart der Menschen ist, unmöglich Ausdruck für wahre "menschliche" Kultur und Lebensweise sein kann.
Und je mehr dieser Schutz auf denselben tierischen Tendenzen basiert wie die, die in der Manifestation jener Wesen ausschlaggebend sind, vor denen man sich schützen will, wie Folter und Totschlag, Rache oder Strafe, desto mehr wird dieser Schutz als primitive Notmaßnahme sichtbar und ein unerschütterlicher Beweis dafür, dass man hier nicht mit wahrer "menschlicher" Kultur oder Wesensart zu tun hat.
Es ist ein tierischer Konflikt unter den Menschen, der von der Tiermentalität entschieden wird.
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